Buchholz führt die FDP als Spitzenkandidat in den Landtagswahlkampf 2022

Die FDP Schleswig-Holstein geht mit Bernd Buchholz als Spitzenkandidaten in die Landtagswahl

Die 200 Delegierten der FDP Schleswig-Holstein haben am Wochenende Dr. Bernd Buchholz zu ihrem Spitzenkandidaten für die Landtagwahl in Schleswig-Holstein am 8. Mai 2022 gewählt. Von 199 abgegebenen gültigen Stimmen erhielt er 177 Ja-Stimmen (88,9%). 

In seiner Rede machte er deutlich, dass die FDP in der Jamaika-Regierung viel bewegt und erreicht habe, dass es aber auch noch einiges zu tun gebe. Als einen zentralen Punkt nannte er die Bildung, um die es in den letzten vier Jahren zwar nach den großen Diskussionen um G8 oder G9 wieder ruhiger geworden sei. „Aber von weltbester Bildung sind wir noch weit entfernt“, so Buchholz. „Wir haben es gerade so geschafft, Schulen ans Glasfasernetz anzuschließen. Das heißt aber noch lange nicht, dass unser Unterricht besser geworden ist.

In den nächsten Jahren werden mehr Lehrerinnen und Lehrer gebraucht werden. Und wir brauchen einen modernen Unterricht, damit wir eines in Deutschland umsetzen und wieder versprechen können: Das ist das Aufstiegsversprechen. Wir müssen jungen Menschen sagen können: Egal wo du herkommst, egal was deine Voraussetzungen sind – wir versuchen, dass du alle Chancen hast, das Beste aus deinem Leben zu machen. Das ist das Zukunfts­versprechen, das wir jungen Menschen nicht nur machen müssen, sondern das wir einhalten müssen mit unserem Bildungssystem.“


Weiter betonte Bernd Buchholz, dass sich die Freien Demokraten bei allen Themen stets von zwei Dingen leiten lassen: Freiheit und Verantwortung. Insbesondere beim Klimaschutz gehe es um Verantwortung, denn niemand wolle die natürlichen Lebensgrundlagen aufs Spiel setzen. Es gehe u.a. um einen sinnvollen Ausbau regenerativer Energien, und zwar dort, wo es die wenigsten Beeinträchtigungen gibt, beispielsweise Offshore. „Aber wie sagen auch, dass Klimaschutz nicht absolut gesetzt werden kann. Und wir sagen auch gerade denjenigen, die manchmal dazu bereit wären, demokratische Grundprinzipien auszuhebeln, nur um ein Ziel durchzusetzen, dass das mit uns nicht zu machen ist“, so Buchholz.
Wichtig blieben auch die Themen Infrastrukturausbau und wirtschaftliche Entwicklung. Um die Mobilität der Menschen zu erhalten, die Qualität des ÖPNV attraktiver zu machen und den Zustand der Landesstraßen zu erhalten, müsse man weiter investieren. Zudem müsse der Gründer- und Unternehmergeist im Lande weiter stimuliert werden.

Schleswig-Holstein habe sich zwar unter Jamaika zum gründungsaktivsten Flächenland Deutschlands entwickelt, so Buchholz, allerdings gäbe es bei der Innovationskraft noch Luft nach oben. Abschließend sagt Bernd Buchholz: „All das sind riesengroße Heraus­forderungen für die nächsten fünf oder zehn Jahre in Schleswig-Holstein. 

Diese werden wir nur bewältigen, wenn diejenigen dabei sind, die auf diese Themen auch wirklich Wert legen. Dafür stehen in diesem Land nur die Freien Demokraten und deshalb braucht es eine starke FDP bei der Landtagswahl 2022. Wir brauchen den Motor einer FDP in einer Landesregierung.“

Unsere anerkannte Stormarner Landtagsabgeordnete und Kreisvorsitzende Anita Klahn unterlag leider sowohl auf Listenplatz 3 gegen die Pinneberger Abgeordnete und Landtags­vizepräsidentin Annabel Krämer sowie auf Listenplatz 6 gegen die Dithmarscherin Anne Riecke und verzichtete auf weitere Kandidaturen. „Ich bin natürlich persönlich betroffen, denn offensichtlich stand eine Verjüngung der Kandidatinnen im Fokus, anstelle erfolgreicher und anerkannter fachpolitischer Arbeit. Aus meiner Sicht hat die Partei allerdings mit ihrer Entscheidung auch dokumentiert, dass sie weder die derzeitige liberale Bildungspolitik noch die Kita-Reform unterstützt. Das ist für mich enttäuschend.“, resümiert Anita Klahn.

 

Ihre kommunalpolitische Arbeit wird Anita Klahn auch nach dem Ausscheiden aus dem Landtag weiterführen. „Nach wie vor werde ich mich für die Interessen von Familien einsetzen. Meine Erfahrungen und Netzwerke aus der Landtagszeit sind dabei sicher von Vorteil.“, sagt Anita Klahn.