Ein Liberaler Nachmittag in Reinbek-Ohe Parteitag bestätigt Anita Klahn, MdL als Kreisvorsitzende

FDP Stormarn geschäftsführender Vorstand 2011Neuer geschäftführender Vorstand der FDP Stormarn

Reinbek-Ohe. Am vergangenen Samstag hielt der FDP Kreisverband Stormarn seinen Kreisparteitag ab. Zahlreiche Parteifreunde sowie mehrere Gäste fanden sich am Nachmittag in Reinbek-Ohe ein, um einen neuen Kreisvorstand zu wählen und den Ausführungen der Gastredner zu lauschen.

Die Landtagsvizepräsidentin Anita Klahn wurde mit großer Mehrheit im Amt als Kreisvorsitzende bestätigt. Zu ihren Stellvertretern wurden Thomas Bellizzi (Ahrensburg) sowie Hannis la Baume  (Bargteheide) wiedergewählt. Das Amt des Schatzmeisters führt zukünftig Klaus Born (Bargteheide) aus. Die Verwaltungsangestellte Sabine C. Hoffmann (Reinbek) wird fortan das Amt der Schriftführerin ausfüllen. Marc T. Thaler kandidierte erfolgreich für den Bereich Pressearbeit.
Als Beisitzer wurden in den Kreisvorstand gewählt: Gabriele Späte (Ammersbek), Siemer Rosenwinkel (Barsbüttel), C. Hinrich Stange (Bad Oldesloe), Mathias Kirschning (Grabau) sowie Bernd Ehrich (Siek).
Komplettiert wurde der Vorstand, Karl-R. Wurch von der Kreistagsfraktion und durch den Europabeauftragten Marc-Oliver Hempel sowie Lasse Roth als Vertreter der Jungen Liberalen.

 

Die wiedergewählte Vorsitzende Anita Klahn dankte für das ausgesprochene Vertrauen und sagt abschließend: „Besonders freut mich, dass es wieder gelungen ist, den Vorstand breit gefächert aus den verschiedenen Ortsverbänden zu besetzen. Damit ist eine kreisweite Interessenvertretung gewährleistet.“

Aber auch neben den Wahlen hatte die Veranstaltung Interessantes zu bieten. Höhepunkt unter den Redebeiträgen war die Rede des FDP-Bildungsministers Dr. Ekkehard Klug, MdL. Dabei gab Minister Dr. Klug einen umfassenden Überblick über die Bildungssituation im Land und ging auf die Arbeit der Koalition ein. Das für Stormarn besonders wichtige Gastschulabkommen mit Hamburg kam dabei genauso zur Sprache wie die Elternbeteiligung an den Schülerbeförderungskosten.
Während der lebhaften Diskussion kritisierten die Stormarner Liberalen, dass man den Kreisen nicht die Wahlfreiheit gelassen habe, selbst zu entscheiden, ob eine Elternbeteiligung eingefordert wird oder nicht. Nach einem Exkurs über Verhandlungsmöglichkeiten in Koalitionen und den dann manchmal zähneknirschend akzeptierten Kompromissen, stellte Dr. Klug aber auch klar: „Die kommunalen Spitzenverbände forderten eine Festsetzung der Elternbeteiligung, um die eigenen Finanzhaushalte zu entlasten, aber nicht den „Schwarzen Peter“ dafür zu bekommen. Fragen Sie Ihren Landrat, wie er in dieser Frage abgestimmt hat:“ Dennoch appellierte er an die zuständigen liberalen Kreistagsvertreter sich gesetzeskonform zu verhalten und nach einer Lösung mit Augenmaß zu suchen.

Ebenfalls zu Gast war der Hamburger FDP-Bürgerschaftsabgeordnete und Vizepräsident Dr. Wieland Schinnenburg. In seinem Grußwort ging er auf den vergangenen Wahlkampf, aber auch auf die zukünftige Zusammenarbeit von Hamburg und Schleswig-Holstein ein. Als Gastgeschenk brachte er das Versprechen mit, sich für den von Stormarn geforderten Ausbau der S4 bis Ahrensburg einzusetzen. Die Kreisvorsitzende  Anita Klahn erwiderte darauf, dass der Ausbau bis Bad Oldesloe geplant werden müsse und wies auf die täglichen Pendlerströme hin.

Carl-Jürgen Karstens wurde, wie zuvor auf dem Landesparteitag, auch von seinem Kreisverband für seine fünfzigjährige Mitgliedschaft in der Partei geehrt. Er blickte in einer Ansprache auf die Zeit der sozialliberalen Koalition zurück und nahm kritisch Stellung zur heutigen Situation der Partei.

Auch programmatische Debatten wurden geführt. So verabschiedete der Parteitag seine Forderung nach bundesweit einheitlichen Schulabschlüssen. Deutlich wurde von den Antragstellern darauf hingewiesen, dass es einfach nicht mehr zeitgemäß sei, Bildungspolitik ausschließlich in Ländergrenzen zu gestalten. Wichtig war dabei aber auch, dass Qualitätsstandards nicht weiter abgesenkt werden.